Der schwarze Block als Helfershelfer der Reaktion

Vorrede:

Polizeigewalt? Geschenkt, ist bekannt. Und wird auch zur Genüge kritisiert. Himmel, selbst von der Bild. Gleiches gilt für Repressalien gegen die Presse. Kritik an Einsatzleitung und Politik dito. Aktionen gegen G20? Ja, bitte. Notwendig. Wichtig. Dazu zählen selbstverständlich auch Großdemos, passiver Widerstand und auch sich nicht alles gefallen lassen, was die Polizeiführung gerne durchgesetzt hätte.

Und zur Psychopathologie des deutschen Kleinbürgers, dessen eigene Gewaltphantasien beim Anblick brennender Autos keine Grenzen kennen, hat Marc-Uwe Kling schon alles gesagt: „,Ob Links-oder Rechtsextremismus – da sehe ich keinen Unterschied.’ ,Doch, doch’, ruft das Känguru laut dazwischen. ,Es gibt einen Unterschied. Die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos anzünden ist schlimmer. Denn es hätte mein Auto sein können. Ausländer besitze ich keine.’“

Zur Sache:

So weit klar? Okay. Dann lassen wir jetzt mal jeglichen moralischen Aspekt beiseite. So fragen wie: Ob es vom Grundsatz her okay ist, jemandem den Schädel einzuschlagen. Die wirtschaftliche Existenz eines Menschen schwer zu gefährden oder gar zu zerstören – und das dürfte bei einigen der Fall gewesen sein, deren Kleinwagen brannten, deren Geschäfte nur noch qualmende Ruinen sind.

Bleiben wir auf der politischen Ebene – auf der Ebene jener, die da in Hamburg einen vermeintlich revolutionären Kampf führen: (mehr …)

Wilhelmsbrücke

Weg mit den kriminellen Willis!

tl;dr: Dass es in Bad Kreuznach noch Straßen gibt, die nach preußischen Kriegsverbrecher- und Mörder-Monarchen benannt sind, ist schlecht. Weg damit!

Warum hat Bad Kreuznach eigentlich keine Bashir-Al-Assad-Straße? Oder eine Pol-Pot-Brücke? Eine Idi-Amin-Allee oder eine Generalissimo-Franco-Gasse wäre auch was. Auch einen Radovan-Karadžić-Platz sucht man vergebens. Wahrscheinlich deshalb, weil Bad Kreuznach in Sachen Straßennamen für Mörder und Kriegsverbrecher bereits gut bestückt ist: Allein die Kaiser-Wilhelm-Straße und die Wilhelmstraße reichen da schon völlig aus.

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