Die Farce der französischen Linken

Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.
(Karl Marx, Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte)

Die Farce beginnt. Sie beginnt mit Jean-Luc Mélenchon, dem französischen Präsidentschaftskandidaten der Linken, dem Kandidaten von La France insoumise, dem widerspenstigen Frankreich. Widerspenstig? Das wäre schön. Was Mélenchon macht, ist aber nicht widerspenstig, sondern dumm und brandgefährlich. Als einziger der demokratischen Kandidaten mit großem Stimmenanteil im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahl hat er sich nicht sofort und eindeutig entschieden, den Demokraten Emmanuel Macron im Kampf gegen die Faschistin Marine Le Pen im zweiten Wahlgang zu unterstützen. Das berichtet unter anderem die New York Times.

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schwarz

Brexit. Trump. Schlimmer?

Brexit. Trump. Du glaubst, es geht nicht schlimmer? Wart’s ab.

Ein Horrorszenario:

Januar:
Die Türkei führt nun auch offiziell eine nur schlecht als Präsidialdemokratie verkleidete Diktatur ein, die Todesstrafe wird wieder eingeführt. PKK-Führer Abdullah Öcalan ist einer der ersten, die hingerichtet werden. Der Bürgerkrieg in Kurdistan nimmt an Intensität zu. In Deutschland gibt es vermehrt Straßenschlachten zwischen Erdogan-Freunden und Erdogan-Gegnern. Die AfD schlachtet dies für ihre Propaganda genüsslich aus. Nachdem die österreichische Präsidentenwahl wegen einer erneuten Panne wieder verschoben werden musste, steht erst im Januar fest: FPÖ-Mann Norbert Hofer wird Bundespräsident.

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Wilhelmsbrücke

Weg mit den kriminellen Willis!

tl;dr: Dass es in Bad Kreuznach noch Straßen gibt, die nach preußischen Kriegsverbrecher- und Mörder-Monarchen benannt sind, ist schlecht. Weg damit!

Warum hat Bad Kreuznach eigentlich keine Bashir-Al-Assad-Straße? Oder eine Pol-Pot-Brücke? Eine Idi-Amin-Allee oder eine Generalissimo-Franco-Gasse wäre auch was. Auch einen Radovan-Karadžić-Platz sucht man vergebens. Wahrscheinlich deshalb, weil Bad Kreuznach in Sachen Straßennamen für Mörder und Kriegsverbrecher bereits gut bestückt ist: Allein die Kaiser-Wilhelm-Straße und die Wilhelmstraße reichen da schon völlig aus.

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