Warum XR keine Verdammnis verdient, sondern kritische Begleitung

Hach ja, Extinction Rebellion: Wie können die es nur wagen, nicht so zu sein wie [bitte Gruppierung einsetzen]. Jetzt wogt ja die Debatte schon einige Zeit, und selbst Jutta Ditfurth fühlte sich bemüßigt, ausgerechnet der FAZ ein Interview zu Extinction Rebellion (XR) zu geben, offensichtlich in Kauf nehmend, dass sie so das negative bürgerliche Narrativ zu XR stärkt, kann jetzt doch selbst der FAZ-Leser auf sie verweisen und sagen: „Seht ihr, die Linken finden die auch scheiße. Selbst die Ditfurth.“ Großartig! Soll man also jetzt wie die Grande Dame der deutschen Linken XR in Bausch und Bogen verdammen? Nein. Anbei ein paar Gründe – in den Repliken auf die gängigsten Vorwürfe.

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Der schwarze Block als Helfershelfer der Reaktion

Vorrede:

Polizeigewalt? Geschenkt, ist bekannt. Und wird auch zur Genüge kritisiert. Himmel, selbst von der Bild. Gleiches gilt für Repressalien gegen die Presse. Kritik an Einsatzleitung und Politik dito. Aktionen gegen G20? Ja, bitte. Notwendig. Wichtig. Dazu zählen selbstverständlich auch Großdemos, passiver Widerstand und auch sich nicht alles gefallen lassen, was die Polizeiführung gerne durchgesetzt hätte.

Und zur Psychopathologie des deutschen Kleinbürgers, dessen eigene Gewaltphantasien beim Anblick brennender Autos keine Grenzen kennen, hat Marc-Uwe Kling schon alles gesagt: „,Ob Links-oder Rechtsextremismus – da sehe ich keinen Unterschied.’ ,Doch, doch’, ruft das Känguru laut dazwischen. ,Es gibt einen Unterschied. Die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos anzünden ist schlimmer. Denn es hätte mein Auto sein können. Ausländer besitze ich keine.’“

Zur Sache:

So weit klar? Okay. Dann lassen wir jetzt mal jeglichen moralischen Aspekt beiseite. So fragen wie: Ob es vom Grundsatz her okay ist, jemandem den Schädel einzuschlagen. Die wirtschaftliche Existenz eines Menschen schwer zu gefährden oder gar zu zerstören – und das dürfte bei einigen der Fall gewesen sein, deren Kleinwagen brannten, deren Geschäfte nur noch qualmende Ruinen sind.

Bleiben wir auf der politischen Ebene – auf der Ebene jener, die da in Hamburg einen vermeintlich revolutionären Kampf führen: (mehr …)