Sexuelle Belästigung auch in Bad Kreuznach alltäglich

Sechs Frauen aus der Kurstadt schildern ihre Erfahrungen – Verbale wie auch tätliche Angriffe – Selbst Beschränkungen auferlegt

Bad Kreuznach. Unter dem Begriff #MeToo, einem sogenannten Hashtag (Internetschlagwort), veröffentlichen seit dem Weinsteinskandal in Hollywood Millionen Frauen ihre Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen, sexueller Belästigung und sexuellem Missbrauch. Der Oeffentliche Anzeiger hat Frauen aus Bad Kreuznach nach ihren Erfahrungen in Sachen Übergriffe und Belästigungen gefragt.
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Bosenheimer Straße

Verkehr verkehrt: Nicht immer, aber immer öfter

Bad Kreuznach. Der Bad Kreuznacher steht gerne. Vor allem im Stau. Anders ist es kaum noch zu erklären: Die Bosenheimer Straße ist in Spitzenzeiten eher ein Parkplatz denn eine Straße. Doch für Autofahrer scheint es keinen Ersatz zu geben: Zwingend muss die am verschwenderischsten geplante Straße der Stadt befahren werden. Sie wissen schon, die mit den Abbiegespuren in Privateinfahrten.

Der noch nicht ganz vom Navi in den vorzeitigen Gehirntod getriebene Kfz-Lenker nimmt daher Kurs auf den parallel verlaufenden Schwabenheimer Weg – und steht spätestens am Schneider-Optik-Kreisel wieder wo? Genau, auf der Bosenheimer Straße in ihrem höllischsten Abschnitt, nämlich bis zum Fleischhauer-Kreisel. Dumm gelaufen.
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Rachepornos: auch an der Nahe längst üblich

Kreis Bad Kreuznach. Es geht um Vertrauen. Und um den Missbrauch von Vertrauen. Um das Zerstören von Existenzen. „Revenge Porn“, auf Deutsch Rache-Pornos, sind längst auch an der Nahe angekommen. Und da längst nicht nur in den Städten, berichtet Erster Kriminalhauptkommissar Dietrich Gödker von der Polizeiinspektion Bad Kreuznach. Gut ein halbes Dutzend Mal ermittelten Gödker und seine Kollegin, Kriminalkommissarin Jasmin Sauter, im vergangenen Jahr zu diesem Thema. Rache-Porno: Das ist der Oberbegriff für intime Fotos und Videos, die gegen den Willen der Betroffenen online gestellt werden. Das reicht vom Oben-Ohne-Foto bis hin zum privat gedrehten Sexfilm.

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Gefühlte Sicherheit geht enunner

Sicherheit ist ja auch nur ein Gefühl. Nicht umsonst sagt man: „Ich fühle mich sicher.“ Genauso ist das am Jahrmarkt mit den Einlasskontrollen und Taschendurchsuchungen. Das gibt ein gutes Gefühl: „Die tun was.“ Dass das, was die tun in Sachen Terrorabwehr in der Hauptsache Zeitverschwendung ist, steht auf einem anderen Blatt. (mehr …)

Der schwarze Block als Helfershelfer der Reaktion

Vorrede:

Polizeigewalt? Geschenkt, ist bekannt. Und wird auch zur Genüge kritisiert. Himmel, selbst von der Bild. Gleiches gilt für Repressalien gegen die Presse. Kritik an Einsatzleitung und Politik dito. Aktionen gegen G20? Ja, bitte. Notwendig. Wichtig. Dazu zählen selbstverständlich auch Großdemos, passiver Widerstand und auch sich nicht alles gefallen lassen, was die Polizeiführung gerne durchgesetzt hätte.

Und zur Psychopathologie des deutschen Kleinbürgers, dessen eigene Gewaltphantasien beim Anblick brennender Autos keine Grenzen kennen, hat Marc-Uwe Kling schon alles gesagt: „,Ob Links-oder Rechtsextremismus – da sehe ich keinen Unterschied.’ ,Doch, doch’, ruft das Känguru laut dazwischen. ,Es gibt einen Unterschied. Die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos anzünden ist schlimmer. Denn es hätte mein Auto sein können. Ausländer besitze ich keine.’“

Zur Sache:

So weit klar? Okay. Dann lassen wir jetzt mal jeglichen moralischen Aspekt beiseite. So fragen wie: Ob es vom Grundsatz her okay ist, jemandem den Schädel einzuschlagen. Die wirtschaftliche Existenz eines Menschen schwer zu gefährden oder gar zu zerstören – und das dürfte bei einigen der Fall gewesen sein, deren Kleinwagen brannten, deren Geschäfte nur noch qualmende Ruinen sind.

Bleiben wir auf der politischen Ebene – auf der Ebene jener, die da in Hamburg einen vermeintlich revolutionären Kampf führen: (mehr …)